Nierenzentrum Solingen

Aufderhöher Str. 169a
42699 Solingen
Tel.: 0212 - 26 703 - 0

Goerdelerstraße 45
42651 Solingen
Tel.: 0212 - 22 302-0

Mail: info@dialyse-solingen.de

Obwohl die Nephrologie nicht zu den zentralen Gebieten der Inneren Medizin gehört, darf ihre Bedeutung nicht unterschätzt werden. Viele der von uns behandelten Krankheiten erfordern ein rasches und gezieltes diagnostisches und therapeutisches Handeln, um einer vitalen Gefährdung des Patienten vorzubeugen. Auch in Situationen, in denen primär keine Therapie erforderlich ist, können regelmäßige Kontrollen sinnvoll sein, um den Zeitpunkt eines Therapiebeginns nicht zu verpassen (zum Beispiel bei chronischer Niereninsuffizienz).

Im folgenden geben wir einen Überblick über unsere häufigsten Diagnose- und Therapiemethoden.
Nähere Einzelheiten dazu erhalten Sie durch Anklicken der fettgedruckten Begriffe.

 

Anamnese, körperliche Untersuchung

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Die vollständige Erfassung der Krankheitsgeschichte (Vorerkrankungen, Operationen, Medikamenteneinnahme) eines Patienten hat einen sehr hohen Stellenwert. Sie kann insbesondere bei seltenen oder schwer zu diagnostizierenden Krankheiten dem Nephrologen mitunter wertvolle Hinweise geben.

Blutuntersuchungen

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Nephrologische Erkrankungen erfordern oftmals eine umfangreiche Labordiagnostik, insbesondere bei der exakten Bestimmung der Nierenfunktion und bei der Suche nach der Ursache einer Glomerulonephritis (chronische Nierenentzündung). Erste Untersuchungen wie Kreatinin, Harnstoff, Elektrolyte etc. lenken den Verdacht auf eine nephrologische Erkrankung. Daraufhin wird eine gezielte Diagnostik eingeleitet.

Urindiagnostik

Neben den üblichen Streifentests und der quantitativen Auswertung mit der Zählkammermethode kann man durch die Untersuchung des Urins im Phasenkontrastmikroskop weitere wertvolle Hinweise zur Diagnose erhalten. Eine weitere elementare Untersuchung ist die Analyse des 24-Stunden-Sammelurins.

Sonographie

Bei allen nephrologischen Fragestellungen ist die Untersuchung mittels Ultraschall unverzichtbar.

Farbkodierte Duplexsonographie

In der Praxis in der Aufderhöher Straße halten wir ein hochmodernes Ultraschallgerät vor. Alle behandelnden Ärzte sind qualifiziert, die farbkodierte Duplexsonographie durchzuführen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Ultraschalluntersuchung, bei der es möglich ist, Arterien und Venen farblich darzustellen und über spezielle Flussmessungen Aussagen über das Vorliegen und das Ausmaß von Durchblutungsstörungen zu treffen. Insbesondere kann die Untersuchung der Nierenarterien und der Bauchschlagader wichtige Ergebnisse liefern. Diese Untersuchung ist völlig schmerzfrei und kommt ohne Kontrastmittelgabe aus.

Insbesondere bei der Abklärung einer ungewöhnlichen oder schweren arteriellen Hypertonie wird diese Untersuchungsmethode eingesetzt.

Nierenbiopsie

Die Auswertung der oben genannten Diagnostik ergibt in manchen Fällen die Indikation zur Nierenbiopsie, insbesondere bei einer raschen Funktionsverschlechterung der Nieren.
Dabei wird durch Punktion Nierengewebe entnommen und untersucht.

Durchführung der Dauerdialysebehandlung

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Bei akutem oder chronischem Nierenversagen müssen die körpereigenen harnpflichtigen Substanzen beziehungsweise Gifte im Blut mit Hilfe einer Apparatur (Dialysegerät) künstlich entfernt werden. Diese Blutreinigung dauert etwa 4-5 Stunden und muß bei Nierenkranken in der Regel dreimal pro Woche durchgeführt werden. Bei absehbarer Dialysepflichtigkeit kann der Nephrologe alle erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einschließlich Anlage eines Dialyseshunts (Blutgefäßzugang für die Dialyse) ambulant durchführen. Auf diese Weise kann verhindert werden, daß der Patient das volle Stadium der Urämie (chronische Vergiftung durch harnpflichtige Substanzen) durchmachen muß.
Unterschieden werden die Formen der Hämodialyse (Blutdialyse) sowie die Formen der Bauchfelldialyse.

Wir bieten alle hochwertigen Verfahren der Nierenersatztherapie an.

  • Hämodialyse
  • Hämodiafiltration online
  • Hämofiltration

Während der Dialysebehandlungen sind wichtige Laboruntersuchungen wie Blutgasanalysen mit Salz- und Säure-Basen-Bestimmmungen, Hämoglobinwertbestimmungen, Gerinnungsmessungen und Blutzuckermessungen sowie Herzinfarkt- und Thrombosediagnostik möglich.

Neben den technischen Möglichkeiten der Dialysebehandlungen steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Neben einer liebevollen und routinierten pflegerischen und gründlichen ärztlichen Betreuung ist auch für das leibliche Wohl während der Behandlung gesorgt. Jeder Dialyseplatz ist mit einem Fernsehgerät versehen. Wir bieten ein umfassendes Wundmanagement, eine ernährungsmedizinische Beratung sowie eine Beratung in sozialen Fragen an.

Vorbereitung von geeigneten Patienten zur Nierentransplantation

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Bei Patienten, die zu einer Nierentransplantation geeignet sind, können die vorbereitenden Untersuchungen bereits im präterminalen Stadium vom Nephrologen durchgeführt werden. Auch die Lebendnierenspende durch einen engen Verwandten oder Ehepartner ist grundsätzlich möglich. Bei Diabetikern wird die kombinierte Nieren- und Bauchspeicheldrüsen-Transplantation angestrebt, um neben der Nierenfunktion auch wieder eine körpereigene Insulinproduktion und damit Blutzuckerregulierung zu etablieren.

Nachsorge von organtransplantierten Patienten

Nach erfolgter Transplantation führt der Nephrologe in enger Zusammenarbeit mit dem Transplantationszentrum die Nachbetreuung durch.

Durchführung von Lipidapheresebehandlungen

Wir führen bei nicht ausreichender diätetischer und medikamentöser Therapie von Fettstoffwechselerkrankungen, wie homo- und heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie, schwerer Hypercholesterinämie oder Lipoprotein(a)-Erhöhung und gleichzeitigen kardiovaskulären Erkrankungen Lipidapheresebehandlungen mittels Plasmakaskadenfiltration durch.